MinimierenAnwendungen

 

» Seite drucken

Kettenlängung/Kettenverschleiß

Durch mechanische Reibung zwischen Kette und Ritzeln aber insbesondere durch die Reibung zwischen den Bolzen und den Hülsen der Kette verschleißen beim Fahrradfahren Ritzel und Kette. Der Kettenverschleiß macht sich durch eine Längung bemerkbar und so gut erkennbar – je stärker die Kette verschlissen ist, desto stärker hängt sie durch. Mit zunehmendem Verschleiß der Kette werden auch die Ritzel und Kettenblätter stärker angegriffen.

Wann eine Kette verschlissen ist, hängt auch von der Fahrweise, der Pflege und der individuellen Einschätzung des Fahrers ab. Fest Normen gibt es nicht, allerdings gibt es Empfehlungen, die dazu raten, die Kette zu wechseln, sobald die Längung pro Gelenk bei 0,1 mm erreicht ist. (Über die Gesamtlänge einer typischen Kette entspricht dies etwa 12,5 mm!). Typischerweise hält eine Kette bei anspruchsvoller Fahrt im Gelände 2.000 bis 3.000 km, auf der Straße bis 5.000 km; abhängig natürlich auch von der Kettenqualität und der Pflege.

Testbedingungen
Mountainbike mit Edelstahlkette, ausgerüstet mit der Feststoffkettenschmierung
Testkilometer: ca. 5.000
Teststrecken: 40 % Straße + 60 % Gelände
Testbedingungen: Ganzjährig, Allwetter

Messbedingungen
Die neue Kette wurde vor Einbau der Feststoffschmierung mittels Messschieber vermessen (Neumaß über 11 Glieder 119,5 mm). Anschließend wurde monatlich die Kettenlängung in gleicher Weise bestimmt.

Ergebnis
Die Messergebnisse zeigen eine nur langsam zunehmende Kettenlängung im Testverlauf. So ist die Kette nach 3.000 km erst um 0,06 % verschlissen, also gerade mal bei 60 % des Verschleißmaßes. Erst nach ca. 5.000 km wurde das Verschleißmaß von 0,1 % erreicht (Kettenlänge über 11 Glieder: 120,90 mm). Die Lebensdauer liegt damit über der einer typischen Lebensdauer einer gut gepflegten Kette, zumal hier 60 % der Fahrten im Gelände absolviert wurden.

MinimierenWerkstoffe (1)

MinimierenMultimedia (3) 

MaximierenDialog zum Thema