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Industriekohlebürsten

Kohlebürsten
Gleichstrommaschinen mit Kohlebürsten haben im 20. Jahrhundert einen großen Teil zur industriellen Revolution beigetragen. Auch heute noch ist z.B. die Fertigung von Stahlblechen ohne große Gleichstromantriebe mit Leistungen bis zu 10MW nicht möglich. Aber auch Papier, Kunststoff, Gummi, Zement oder Strom gäbe es nicht ohne elektrische Antriebe mit Kohlebürsten. In modernen Windturbinen leisten speziell angepasste Werkstoffe ihren Beitrag zur umweltfreundlichen Energieerzeugung.

Zur Verbesserung der Kohlebürstengleitkontakte an besondere elektrische und mechanische Verhältnisse, sind im Laufe der Jahre neben den Blockbürsten einige weitere Ausführungsformen entstanden. Zu den wichtigsten Grundformen zählen:

Zwillings- und Drillingskohlebürsten, bei der die Kontaktierungsbedingungen durch zwei oder drei in tangentialer Richtung hintereinander liegende, gleich große Teilbürsten verbessert werden. Vor allem Maschinen im Reversierbetrieb laufen dadurch stabiler.

Spreizkohlebürsten stellen eine Sonderform der Zwillingsbürsten dar, in der beide Teilbürsten eine zur Bürstenmitte hin geneigte Kopffläche aufweisen. Bei schwingungsanfälligem Betrieb ergibt die durch die Spreizung hervorgerufene größere Reibung zwischen Kohlebürste und Haltertaschen-Innenwand (Dämpfung) eine bessere Kontaktierung am Kommutator.

Schichtkohlebürsten sind für schwierige Kommutierungsverhältnisse konzipiert. Sie vermeiden starke Funkenbildung, Lamellenanbrennungen oder hohen Verschleiß.

Zur Herstellung von Kohlebürsten haben sich neben den herkömmlichen Graphit-Werkstoffen Kupfer-Graphit-Verbunde oder auch imprägnierte Graphitwerkstoffe am besten bewährt.

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