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Kohlebürsten im Auto

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Schon über einhundert Jahre alt, ist diese Technik der Stromübertragung auch heute noch nicht überholt. Kohlebürsten stellen über Schleifringe oder Kollektoren den elektrischen Kontakt zu einem rotierenden Teil einer Maschine her. Sie sind auch heute noch in fast allen elektrischen Motoren im Auto zu finden, in Motoren für Starter, Scheibenwischer, Fensterheber, Innenraumlüfter, Kühlerlüfter oder Benzinpumpen, um nur einige zu nennen.

Die Automobilindustrie stellt dabei hohe Anforderungen: So müssen Kohlebürsten für Anlasser heute nicht nur ca. 40.000 Startzyklen aushalten sondern auch umfangreichen Zusatztests bestehen, wie Salzwasserspühtests oder Wärme- und Kältetests. Zunehmend wachsende Anforderungen werden an die Minimierung der Geräuschentwicklung gestellt und an die Funkentstörung der Kohlebürsten. Dabei hat jedes Unternehmen eigene, zum Teil auch genormte Testverfahren, welche den extremen Alltagseinsatz simulieren und die zuverlässige Funktion des Elektromotors in der Praxis gewährleisten sollen.

Viel Know-how steckt dementsprechend in den Werkstoffen, die hier zum Einsatz kommen und die je nach Art des Motors und Lastenhefts maßgeschneidert werden. Neben reinen Kohlenstoff- und Graphitwerkstoffen kommen häufig auch imprägnierte Varianten und Verbunde aus Graphit mit unterschiedlichen Metallen wie beispielsweise Kupfer zum Einsatz. Für spezielle Anwendungen sind schichtweise aufgebaute Kohlebürsten optimal geeignet.

Bei modernen Kraftstoffpumpen wird auch der Kommutator aus Graphitwerkstoffen verwendet. Neben den günstigen elektrischen Eigenschaften ist hier vor allem die erhöhte Lebensdauer durch Selbstschmierung der im Kraftstoff laufenden Bauteile interessant.

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