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Chargenträger

Chargenträger
Bei der Wärmebehandlung von Metallen unter inerter oder reduzierender Atmosphäre, wie zum Beispiel dem Härten, Löten oder Sintern, drängen heute die CFC-Verbundmaterialien den Werkstoff Stahl immer weiter in den Hintergrund. Verursacht durch die häufigen Temperaturwechsel, erleiden Stahlgestelle einen starken Materialverzug, der schon nach wenigen Einsätzen im Härtereibetrieb ein Richten - zum Teil mit dem Hammer – notwendig macht. Im Gegensatz dazu verziehen sich Gestelle aus kohlenstofffaserverstärkten Kohlenstoffen wegen ihres niedrigen thermischen Ausdehnungskoeffizienten (um mehr als eine Größenordnung geringer als Stahl) auch nach zahlreichen Einsätzen nicht. Dies erleichtert zudem auch das automatisierte Setzen der Metallteile. Zudem neigen Gestelle aus Stahl in der kohlenstoffhaltigen Atmosphäre von Härteöfen zur Versprödung durch Aufkohlen, dem Eindringen von Kohlenstoff in die Gitterstruktur. Die große thermische Masse von Stahlgestellen ist ein weiterer Nachteil, der den Heizenergieverbrauch in die Höhe treibt. Gestelle aus CFC-Material sind hier aufgrund ihrer sehr geringen Dichte (Dichte CFC: ca. 1,6 g/cm³; Dichte Stahl: 7,9 g/cm³) deutlich im Vorteil. Beschränkt ist die Verwendung allerdings auf nicht-oxidierende Ofenatmosphären.

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